TAGEBUCH 2025 JULI - AUGUST
JULI
1. Noch nichts los auf dieser Seite. Oder doch? Na klar! Ich hätte da mal wieder eine Gartengeschichte. Eigentlich fing es in der Küche an. Wie fast jeden Dienstag, wollte ich mit meiner Assistentin zusammen das Mittagessen zubereiten. Dazu holte die Assistentin Gemüse aus dem Garten. Mangold und Fenchel sollten gut zu Reis und Fisch passen. Die Assistentin kam dann aber ohne Fenchel aus dem Garten und meinte; dass es auf dem Grün des Fenchels mehrere Raupen habe. Wir wussten Beide, das können nur die Raupen des Schwalbenschwanz sein. Also, kein Fenchel heute. Mein Mann hat ohnehin lieber Karotten. Solche habe ich ja auch im Gemüsehochbeet.
Beim Mittagessen kam mir dann die Idee, ein Raupenhaus zu bauen. Meine Assistentin fand die Idee super. Wir waren Beide froh, dass mein Mann uns dabei unterstützen wollte. So gingen wir am Nachmittag zu dritt ans Werk.
2 Stunden später konnten die gefrässigen Raupen schon einziehen. Sie sind jetzt sicher vor den Fressfeinden und ich kann ihre Entwicklung mitverfolgen.
1. Noch nichts los auf dieser Seite. Oder doch? Na klar! Ich hätte da mal wieder eine Gartengeschichte. Eigentlich fing es in der Küche an. Wie fast jeden Dienstag, wollte ich mit meiner Assistentin zusammen das Mittagessen zubereiten. Dazu holte die Assistentin Gemüse aus dem Garten. Mangold und Fenchel sollten gut zu Reis und Fisch passen. Die Assistentin kam dann aber ohne Fenchel aus dem Garten und meinte; dass es auf dem Grün des Fenchels mehrere Raupen habe. Wir wussten Beide, das können nur die Raupen des Schwalbenschwanz sein. Also, kein Fenchel heute. Mein Mann hat ohnehin lieber Karotten. Solche habe ich ja auch im Gemüsehochbeet.
Beim Mittagessen kam mir dann die Idee, ein Raupenhaus zu bauen. Meine Assistentin fand die Idee super. Wir waren Beide froh, dass mein Mann uns dabei unterstützen wollte. So gingen wir am Nachmittag zu dritt ans Werk.
2 Stunden später konnten die gefrässigen Raupen schon einziehen. Sie sind jetzt sicher vor den Fressfeinden und ich kann ihre Entwicklung mitverfolgen.
26. Sorry, aber ich war die letzten drei Wochen vollends mit Schmetterling beachten beschäftigt. Klar hätte ich fortlaufende über die Wandlung vom Ei zur Raupe und von der Raupe zur Puppe und von der Puppe zum Schmetterling berichten. Ich war jedoch selber so fasziniert vom Geschehen, dass ich nichts verpassen wollte und das Schreiben auf der Seite. Doch jetzt sind alle 9 Schmetterlinge ausgeflogen und ich habe wieder für andere Dinge Zeit, wie eben das Schreiben. Da gäbe es doch noch das Eine und Andere zu erzählen. Zuerst noch ein paar Bilder von den Schwalbis.
AUGUST
1. August unser Nationale Feiertag.
5. Endlich zeigt sich die Sonne wieder mal für mehrere Stunden am Stück, sodass es sich für mich auch lohnt, meinen Laptop nach Draussen zu zügeln. Das nass-kalte Wetter der vergangenen Tage und das daraus resultierende Gefühl von eingesperrt sein, trübte langsam aber sicher meine Stimmung. Doch jetzt sitze ich bei angenehmen warmen Temperaturen auf dem Balkon. Von hier aus habe ich Blick auf die Berge und den Garten. Zurzeit sind Gartenrotschwanz-Eltern dabei, ihr flügge gewordenen Nachwuchs zu füttern. Auch wenn der Jungvogel das Nest verlassen hat, wird er noch von den Eltern weiter betreut. So füttern sie ihn noch etwa 14 Tage ausserhalb vom Nest. Dem Füttern durfte ich soeben zuschauen. Draussen kann ich so vieles beobachten. Die Natur lebt, sie bewegt sich in ihrem eignen Rhythmus. Ich fühl mich in ihr sehr wohl. Darum schreibe ich am liebsten Draussen.
8.
8.
21. Es jährt sich wieder mal meine Krankheitsdiagnose. Heute vor 24 Jahren erfuhr ich von einem Neurologen in Luzern, weshalb ich immer weniger Kraft in meiner linken Hand und dem linken Arm habe. So teilte er mir mit, dass ich von der Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) betroffen bin. Wie diese Krankheit mein Leben und das Leben meiner Liebsten beeinflussen wird, konnte ich damals noch nicht wissen. Doch heute, 24 Jahre später, weiss ich, wie zerstörerisch sie ist. So greift sie meine Nerven an und verursacht dadurch das erschlaffen meiner Muskeln. Inzwischen ist ein grosser Teil meiner Muskeln erschlafft und die Kraftlosigkeit nimmt zu. Wie lange hält mein Körper noch durch, wann hat er genug des täglichen Kampfes. Wann habe ich genug der seelischen Herausforderung.
Das schlimme an dieser Krankheit ist für mich, auf die Hilfe von anderen Menschen angewiesen zu sein. Für jedes Haar das mich kitzelt, für jede Mücke die mich sticht, für jeden Nasentropfen benötige ich Hilfe. Wie oft juckt es uns ohne ersichtlichen Grund und wir kratzen weil es uns stört. Beobachte nur mal 5 Minuten dein Gegenüber und du wirst erstaunt sein, wie oft gekratzt oder Haare weggestrichen werden. Wenn man wie ich die Arme kaum noch bewegen kann, heisst das, sich in Geduld zu üben und lernen auszuhalten. Die meisten Handreichungen fällt meinem Mann zu. Da er immer um mich herum ist, hat sich das so ergeben. Würde ich das wieder so machen? Wenn es anders gehen würde, ein ganz klares nein. Aus der Partnerschaft mit meinem Mann, ist ein Pflegeverhältnis geworden. Ich mag dieses Abhängigkeitsverhältnis so gar nicht. Ich würde meinem Mann gerne wieder mehr Freiheit gönnen. Die Krankheit hat unsere Zukunftsträume zerstört. Jetzt müssen wir mal schauen, können wir ein, zwei von jenen Träumen doch noch verwirklichen.